Nachbarschaft: Wir sind die Lehmänner

Während des Corona-Lockdowns gab es einige Menschen, die sich in besonderer Weise um ihre Nachbarn gekümmert haben… und das verdient große Anerkennung. Aber bei uns im Bauverein gibt es viele Mieter, die eine gute Nachbarschaft auch ohne Pandemie pflegen. So wie beispielsweise die Familie Lehmann aus der Bavinkstraße 32.

Drei Generationen in einem Haus

Drei Generationen Lehmänner (und Frauen) wohnen im Erdgeschoss des Sechs-Parteien-Blocks: In der linken Wohnung Weert und Theodora Lehmann, und rechts Sohn Rick mit Ehefrau Katja und den Kindern Lisa (19), Jannick (17) sowie Laura-Melina (12). Innerhalb der Familie ist das Miteinander natürlich groß, aber auch zu den anderen Hausbewohnern ist das Verhältnis sehr eng. Ein Beispiel dafür sind Abbas Hamajan mit seiner Frau Khandah Albarazanj und den Kindern Mohammed (4), Luna (9) und Ibrahim (10). 2015 aus dem Irak nach Leer geflüchtet, zog die Familie im August 2017 in die Bavinkstraße 32… ein Glückstreffer, betont Abbas, denn die Lehmanns standen den Neuankömmlingen von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite.

In der Bavinkstraße 32 tobt das Leben … und Weert Lehmann auch gerne mal mit den Kindern aus der ganzen Nachbarschaft.

Den Nachbarn mit Rat und Tat zur Seite stehen

Da wurde nicht nur beim Renovieren der Wohnung geholfen, sondern auch bei Behördengängen oder anderen Hürden des deutschen Alltags. Eine tiefe Freundschaft ist entstanden… die Kinder gehen fast wie Geschwister miteinander um und die Erwachsenen treffen sich gern auf einen Kaffee und tauschen sich gegenseitig über die jeweiligen Gepflogenheiten aus. So sind die Lehmänner jetzt Fans der orientalischen Küche und Abbas fast schon ein Borusse, denn wer zur Familie Lehmann gehört ist eigentlich schon automatisch ein leidenschaftlicher Anhänger von Borussia Dortmund – in der Wohnung von Weert und Theodora sind sogar die Wände gelb-schwarz gestrichen. Aber auch mit Fans anderer Fußballvereine haben Rick und Co ein gutes Verhältnis, und zu Weltmeisterschaften wurden die Spiele der deutschen Nationalmannschaft schon oft gemeinsam mit den Bewohnern der benachbarten Blöcke draußen im Grünen geguckt.

Respekt unter den Nachbarn

Auch Ricks und Katjas Hochzeit wurde auf der Wiese vorm Haus gefeiert… genauso wie die Konfirmationen beziehungsweise die Taufen oder die Einschulungen der Kinder oder runde Geburtstage. Und immer waren die Nachbarn eingebunden. Überhaupt sind die Feiern in der Bavinkstraße 32 legendär und manchmal ganz spontan. Jeder kann kommen und jeder bringt etwas mit…. Und noch niemals hat irgendein Nachbar sich über den Lärm beschwert. Denn hier kennt und respektiert man sich. Hier achtet man aufeinander. So ist es für die Familie Lehmann selbstverständlich, älteren Mitmenschen zum Beispiel beim Einkaufen zu helfen, auch beim Sperrmüll wird mit angefasst oder in Notsituationen beigestanden. Nachbarschaftshilfe ganz im Sinne des Bauvereins. Dabei war es eigentlich nur ein Zufall, dass Weert und Theodora vor fast 30 Jahren Mitglieder unserer Gemeinschaft wurden. „Wir suchten eine 4 Zimmer-Wohnung und in der Bavinkstraße war eine frei.“, erklärt Theodora. Rick war damals erst neun, seine Brüder Andreas und Dirk 16 und 14 alt. Die beiden Ältesten sind mittlerweile ausgezogen, aber Rick ist wie seine Eltern dem Bauverein und der Bavinkstraße 32 treu geblieben, nur die Wohnungen und Etagen wurden zwischendurch mal gewechselt. Und alle fühlen sich dem Bauverein sehr verbunden: „Die Wohnungen sind günstig, und wenn es Probleme gibt oder etwas kaputt ist, ist sofort jemand zur Stelle.“ Allerdings hätten die Lehmänner einen ganz großen Wunsch: Einen größeren Balkon!

Bauverein, Nachbarschaftshilfe