Energie­kosten: Warum einfach nur weniger heizen pro­blematisch ist

Energiespar-Tipps erreichen Mieter aus vielen Richtungen. Aber wenn einfach nur die Heizung gedrosselt wird, können in Mietwohnungen schnell Probleme entstehen. Die Lösung: angemessenes Heizen braucht immer auch angemessenes Lüften.

Vielerorts ist in diesen Wochen und Monaten zu lesen, wie stark sich der Gasverbrauch senken lässt, wenn man die Raumtemperaturen absenkt. Die Faustregel sagt, dass eine Absenkung um 1 Grad Celsius bereits eine Reduzierung des Gasverbrauches um 6 % bringt. Das ist sicher auch so. Was aber vielfach nicht mitgedacht wird, ist, dass kühlere Raumluft weniger Feuchtigkeit aufnimmt. Und kommt die Feuchtigkeit dadurch nicht aus der Wohnung, können sich relativ schnell Schimmelflecken bilden.

Raumluft wirkt wie ein Schwamm

Bis zu 12 Liter Wasser können pro Tag in einer Wohnung durch Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen oder auch die Atmung entstehen. Wie ein Schwamm in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, so ist auch die Raumluft in der Lage, die Feuchtigleit in der Wohnung aufzunehmen. Dabei gilt: je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Die Feuchtigkeit muss aber dann auch raus aus der Wohnung.

Die Lösung: ein angemessenes Heiz- und Lüftungsverhalten.

Damit die Feuchtigkeit, die in der Raumluft gebunden ist, aus der Wohnung kommt, ist angemessenes Lüften wichtig. Dazu hat der Bauverein Leer auf seiner Website entsprechende Tipps und Anleitungen bereitgestellt. Am besten funktioniert das Querlüften für wenige Minuten aber mehrmals am Tag.

Bauteile und Möbel halten die Wärme beim Querlüften

Man verliert dabei zwar die Energie, die in der Raumluft steckt, aber die Bauteile und das Wohnungsinventar haben die Wärme gespeichert und dadurch kühlt die Wohnung beim Querlüften für wenige Minuten auch nicht aus. Anders ist das bei gekippten Fenstern.

Gekippte Fenster kosten Energie und können Probleme bringen

Was Lüften und Heizen angeht, sind gekippte Fenster der größte Fehler, den man machen kann – besonders, wenn man die Fenster längere Zeit gekippt lässt. Es kommt zu sehr wenige Luftaustausch, die Bauteile rund ums Fenster kühlen aus und es setzt sich Luftfeuchtigkeit an den Fensterleibungen ab. Bildet sich dort Schimmel, dann kann man in eingen Fällen anhand der keilförmigen Anordnung die Position des lange gekippt gehaltenen Fensters erkennen.

Daher gilt: wer weniger heizt, muss regelmäßig querlüften – das ist gut fürs Raumklima, den Geldbeutel und auch für die Gesundheit der Bewohner.

Bild: pixabay

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