
Sicher wohnen: GHS-Gefahrensymbole
Gefahren erkennen und Chemikalien im Haushalt sicher verwenden. Reinigungsmittel, Waschmittel, Dünger und andere chemische Produkte gehören in vielen Haushalten zum Alltag. Einige dieser Produkte können jedoch gesundheitsschädlich oder umweltgefährdend sein. GHS-Gefahrensymbole auf den Verpackungen machen auf mögliche Risiken aufmerksam und helfen dabei, Produkte sicher anzuwenden.
Gefahrensymbole richtig verstehen
Die neun GHS-Piktogramme sind international einheitlich gestaltet. Sie befinden sich in roten Rauten und kennzeichnen unterschiedliche Gefahren. Die Flamme steht beispielsweise für entzündbare Stoffe, während die Ätzwirkung vor schweren Schäden an Haut, Augen oder Materialien warnt. Der Totenkopf weist auf akut giftige Stoffe hin. Das Ausrufezeichen kennzeichnet unter anderem Produkte, die Haut, Augen oder Atemwege reizen können. Das Symbol für die Umwelt macht auf mögliche Schäden für Wasserorganismen aufmerksam. Ergänzend zu den Piktogrammen geben die Signalwörter „Gefahr“ oder „Achtung“ einen Hinweis auf die Schwere der jeweiligen Gefährdung. Weitere Angaben auf dem Etikett informieren über sichere Anwendung, Lagerung und notwendige Schutzmaßnahmen.
Sicherer Umgang mit Haushaltschemikalien
Einige einfache Maßnahmen tragen dazu bei, Risiken zu vermeiden. Chemische Produkte sollten entsprechend der Gebrauchsanweisung dosiert und niemals miteinander vermischt werden. Besonders wichtig ist eine sichere Aufbewahrung: Reinigungs- und andere Chemikalien gehören außerhalb der Reichweite von Kindern und sollten getrennt von Lebensmitteln gelagert werden.
Beim Umgang mit aggressiven Reinigungsmitteln können geeignete Haushaltshandschuhe die Haut schützen. Nach der Reinigung empfiehlt sich gründliches Händewaschen. Eine rückfettende Handcreme kann zusätzlich zur Pflege beanspruchter Haut beitragen. Auch bei der Entsorgung sollten die Angaben auf der Verpackung beachtet werden. Wo es möglich und sinnvoll ist, können umweltverträglichere Reinigungsmethoden eine Alternative darstellen.
Der UFI-Code hilft im Notfall
Auf vielen kennzeichnungspflichtigen Produkten befindet sich außerdem ein UFI-Code. Die 16-stellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen ermöglicht die eindeutige Zuordnung eines Produkts beziehungsweise seiner Rezeptur. Kommt es zu einer Vergiftung oder einem entsprechenden Verdacht, kann der UFI-Code den Giftinformationszentren dabei helfen, das betreffende Produkt schnell zu identifizieren und die passende medizinische Einschätzung zu geben. Deshalb sollte die Verpackung eines betroffenen Produkts im Notfall möglichst bereitgehalten werden.
Wer die GHS-Symbole kennt, Etiketten aufmerksam liest und Chemikalien sicher lagert und verwendet, kann viele unnötige Risiken im Haushalt vermeiden.
Bild: Bauverein Leer