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Kein Raum für häus­liche Gewalt: Prä­ventions­schulung durch die Polizei Leer

Der Bauverein Leer eG beteiligt sich an der landesweiten Aktion „Kein Raum für häusliche Gewalt“, die der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) gemeinsam mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen gestartet hat. Damit setzt die Wohnungswirtschaft ein Zeichen für ein sicheres und gewaltfreies Wohnumfeld.

Ein zentraler Baustein der Aktion sind praxisnahe Schulungen für Mitarbeitende der Wohnungsunternehmen – so auch beim Bauverein Leer eG in dieser Woche. In Zusammenarbeit mit der Polizei Leer wurde das Team sensibilisiert und befähigt, Anzeichen häuslicher Gewalt zu erkennen, richtig einzuordnen und Betroffene kompetent an Hilfsangebote zu vermitteln. Ziel ist es, Sicherheit im Handeln zu geben – und Verantwortung zu teilen.

An der Schulung, die von Frau Polizeihauptkommissarin Svenja Temmen geleitet wurde, nahmen die Teams der Vermietungsabteilung, des Sozialmanagements und der Hausmeisterei ebenso teil wie Frau Brahms von der Nachbarschaftshilfe. Damit wurden alle Mitarbeitenden, die im Kontakt mit den Mietenden stehen, sensibilisisert und geschult.

Thorsten Tooren, kaufmännischer Vorstand der Genossenschaft, betont: „Wenn das Zuhause, in dem man sich eigentlich sicher fühlen sollte, zum Tatort häuslicher Gewalt wird, ist das eine Katastrophe für alle Beteiligten. Gemeinsam mit vielen anderen Wohnungsgenossenschaften wollen wir deutlich machen: Wegschauen ist keine Option. Gewalt geht am Ende uns alle an und Wohnen muss sicher bleiben.“ Die Genossenschaft sei, so der Vorstand, ihren Mitgliedern verpflichtet, gutes und sicheres Wohnen zu bieten und will ihren Beitrag für ein sicheres Wohnumfeld leisten.

Die Kampagne startet zunächst als Pilotprojekt mit 13 Wohnungsunternehmen. Bereits jetzt haben zahlreiche weitere vdw-Mitglieder ihr Interesse bekundet, sich anzuschließen. Im ersten Halbjahr 2026 wurde die Kampagne landesweit ausgerollt. Der vdw versteht das Projekt bewusst als Vernetzungsinitiative: Wohnungsunternehmen, Polizei, Beratungsstellen und weitere Akteure arbeiten eng zusammen.

Begleitet wird die Kampagne durch Aushänge in Treppenhäusern und Quartieren, Informationsmaterialien, digitale Formate sowie Aktionen in der Nachbarschaft. So wird die Botschaft breit getragen: Häusliche Gewalt ist keine Privatsache.

Über die Kampagne informiert die folgende Website: https://gegen-häusliche-gewalt.de/

Titelbild: Nahmen erfolgreich an der Schulung der Aktion „Kein Raum für häusliche Gewalt“ teil (v.l.n.r.) Achim Früholz, Lutz Ammerksen (beide Hausmeisterei), Nicole Christiansen (Vorstandsassistenz), Pauline Elenberger (Sozialmanagement), Silke Madena (Abteilungsleitung Vermietung), Vanessa Remmers, Nina Schönknecht (beide Vermietung), Emma Olthoff (Auszubildende), Monika Brahms (Nachbarschaftshilfe) mit Kursleiterin Polizeihauptkommissarin Svenja Temmen (Polizei Leer).


Bundesweite Erstberatung
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