Mein Bauverein: Aus dem Schwarzwald nach Leer

Regelmäßig stellen wir in unserer beliebten Zeitschrift “Treffpunkt” die Menschen vor, die in einer Wohnung des Bauvereins Ihr Zuhause gefunden haben. In der aktuellen Ausgabe ist das Familie Moosmann/Kampen.

Der Schwarzwald in Baden-Württemberg ist bekannt für seine dichten, immergrünen Wälder und natürlich für Kuckucksuhren. Außerdem ist der Schwarzwald mit 1.493 Metern Deutschlands höchstes Mittelgebirge. Ostfriesland an der Nordseeküste dagegen liegt teilweise sogar unter Normalnull. Hier gibt es statt Wald das Watt und Boßeltouren statt Kuckucksuhren. Leckere Torten gibt es allerdings sowohl als auch. Zwischen den beiden Regionen liegen rund 700 Kilometer, aber bei uns im Bauverein sind Schwarzwald und Ostfriesland glücklich vereint.

“Am Pulverturm” rundum wohlfühlen

Am Pulverturm wohnt die Familie Moosmann/Kampen: Sie eine waschechte Ostfriesin aus Nortmoor – er ein Schwarzwälder aus Aichhalden (Kreis Rottweil). Aber Ralf Moosmann hat es schon immer in den Norden gezogen, und als er 2012 die Möglichkeit bekam in Leer bei Völcker + Peters zu arbeiten, fackelte der heute 33-jährige nicht lange und zog vom Nordschwarzwald ins flache Land an die Ems… und zwar in eine Wohnung vom Bauverein im Burfehner Weg. Die war ja auch nicht weit entfernt von der örtlichen Diskothek. Und hier traf der Süddeutsche dann drei Jahre später auf sein ganz persönliches Nordlicht: Die Altenpflegerin Maike Kampen! Sie feierten bis zum Morgengrauen, und natürlich brachte Ralf die Dame gentlemenlike nach Hause in die Groninger Straße – auch eine Wohnung vom Bauverein. Schon am darauffolgenden Wochenende gab es das nächste Date, die beiden wurden ein Paar und pendelten nun zwischen beiden Wohnungen hin und her, bis sie sich 2016 endgültig für die zwei Zimmer/Küche/Bad in der Groninger Straße entschieden. Allerdings währte die traute Zweisamkeit nicht lange, denn schon im Januar 2017 wurde Töchterchen Aileen geboren und die kleine Wohnung reichte nicht mehr. Doch etwas Passendes für die frischgebackene Familie zu finden erwies sich als sehr schwierig, obwohl sich Lena Warring und Silke Madena vom Bauverein alle Mühe gaben. Die jungen Eltern hatten fast schon die Hoffnung aufgegeben, als eine Haushälfte am Pulverturm frei wurde. In dem Gebäude von 1926 gab es allerdings erheblichen Renovierungsbedarf. Also mussten erstmal die schweren Teppiche und die Holzvertäfelung an den Decken raus, es musste tapeziert beziehungsweise gestrichen und Fußböden neu verlegt werden wobei der Bauverein das edle Parkett im Wohnzimmer aufbereiten ließ. Fast vier Monate dauerte die Renovierung, aber dann konnten Ralf, Maike und Aileen einziehen. Im Mai 2019 machte Milena dann das Familienglück perfekt… und alle vier fühlen sich am Pulverturm rundum wohl. Gerade jetzt in Corona-Zeiten können die Mädchen im Garten toben, während sich Mama und Papa manchmal eine kleine Auszeit im ehemaligen Windfang und jetzigem Lesezimmer gönnen.

Tolle Nachbarschaft

Die Familie Moosmann/Kampen kann sich gar kein besseres Zuhause vorstellen, denn auch die Nachbarschaft ist toll. Und das ist gerade für Ralf Moosmann das Besondere an Ostfriesland, denn im Schwarzwald sei der Leistungsdruck viel größer und hier seien die Leute so herzlich und entspannt. Dabei war der Umzug in den Norden damals ein Kulturschock: „Ich habe den trockenen Humor der Ostfriesen erst nicht verstanden und Plattdeutsch natürlich auch nicht!“ Platt und auch der Humor sind mittlerweile kein Problem, so dass der Wahlleeraner nun voll integriert ist.


Im eingezäunten Garten können Aileen und Milena ausgelassen toben.

Titelbild: Der Schwarzwald–Ostfriesland–Mix vom Pulverturm: Ralf Moosmann und Maike Kampen mit ihren Töchtern Aileen und Milena.

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