Hilfsaktion: Stärker als Gewalt

Zuhause nicht sicher?“ – Bundesfrauenministerin Giffey startet bundesweite Aktion gegen häusliche Gewalt. Der Bauverein will darauf aufmerksam machen.

Das eigene Zuhause ist in der Corona-Krise nicht für alle ein sicherer Ort. Kontaktbeschränkungen und Existenzängste belasten Familien und Partnerschaften – in dieser Ausnahmesituation können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Zugleich wird es für Betroffene schwieriger, sich zu informieren, wo es Hilfe gibt und diese Unterstützung auch in Anspruch zu nehmen. Auch Familien, Freunde oder Nachbarn sind in dieser herausfordernden Zeit unsicher, an wen sie sich wenden können. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und ihr Umfeld gerade jetzt auf alternativen Wegen außerhalb der eigenen vier Wände erreicht werden und aufgezeigt bekommen, wo sie Hilfsangebote finden und was sie gegen Gewaltsituationen tun können.

Aus diesem Grund startete Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey im April 2020 die bundesweite Aktion „Zuhause nicht sicher?“: die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesfrauenministeriums will Menschen unterstützen, die in der aktuellen Corona-Situation von häuslicher Gewalt betroffen sind oder die Betroffenen helfen wollen. Bundesweit werden in etwa 26.000 Supermärkten und auch an vielen anderen Einrichtungen Plakate aufgehängt, die über die Initiative und Hilfsangebote informieren. Auch auf der Rückseite vieler Kassenzettel finden sich Informationen über „Stärker als Gewalt“. Auch der Bauverein will auf die Aktion aufmerksam machen.

Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey: „In der Corona-Zeit spielt sich bei den meisten Menschen fast das gesamte Leben zu Hause ab. Im eigenen Zuhause nicht sicher zu sein ist ein unerträglicher Zustand, den wir nicht hinnehmen dürfen. Es gibt Wege aus der Gewalt, es gibt Hilfe – und ich ermutige alle Frauen und auch Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sich Unterstützung zu holen.

Seit April informieren in ganz Deutschland Plakate der Aktion „Zuhause nicht sicher?“ über die Hilfsangebote.

Die Ministerin weiter: „Außerdem rufe ich jede und jeden dazu auf, die Aktion zu unterstützen und sich aktiv gegen Gewalt einsetzen. Wir dürfen die Betroffenen nicht allein lassen.“ Jede und jeder könne etwas tun, damit Gewalt beendet wird, so die Ministerin.

Die Aktion soll auch Nachbarinnen und Nachbarn erreichen, die in dieser Zeit besonders aufgefordert sind, auf Alarmsignale für häusliche Gewalt zu achten und dagegen aktiv zu werden.

Über die Initiativen-Website stärker-als-gewalt.de können sie sich darüber informieren, wie sie Anzeichen von häuslicher Gewalt erkennen, wie sie selbst helfen und wo sie Unterstützung erhalten können.

Foto: stärker-als-gewalt.de

Gewaltprävention, Hilfsaktion, Nachbarschaftshilfe