Hausordnungen

I. Allgemeines

Das Zusammenleben mehrerer Menschen in einer Hausgemeinschaft erfordert gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz. In unserer Hausordnung haben wir herausgearbeitet, was uns wichtig ist und was Ihnen wichtig sein sollte, damit alle sagen können: Hier lässt es sich gut wohnen und leben!

Die Beachtung und Einhaltung dieser Hausordnung durch alle Hausbewohner bietet die Gewähr für eine gute Nachbarschaft.

Diese Hausordnung ist Bestandteil des Nutzungsvertrages. Mit der Unterschrift unter den Nutzungsvertrag verpflichten Sie sich, diese Hausordnung einzuhalten.

II. Schutz vor Lärm

(1) Zwischen 22 und 6 Uhr (Nachtruhe) sowie zwischen 13 und 15 Uhr (Mittagsruhe) gilt besondere Rücksichtnahme; jeder ruhestörende Lärm hat zu unterbleiben.
Fernsehgeräte, Radios, Stereoanlagen, Musikinstrumente usw. dürfen grundsätzlich nur mit Zimmerlautstärke betrieben bzw. gespielt werden.

(2) Laute Hauswirtschafts- und Handwerksarbeiten sowie alle anderen Betätigungen mit starken Geräuschen sollen montags bis samstags zwischen 8 und 13 Uhr und zwischen
15 und 20 Uhr verrichtet werden. An Sonn- und Feiertagen ist auf das Ruhebedürfnis der Hausbewohner bzw. auf den Feiertagscharakter besonders Rücksicht zu nehmen. Familienfeiern und unbedingt notwendige Reparaturarbeiten, die in den genannten Ruhezeiten mit lauten Geräuschen verbunden sind, sollten den Hausbewohnern rechtzeitig mitgeteilt werden.

III. Sicherheit

(1) Die Haustüren sind im Sommerhalbjahr (1.4. – 30.9.) von 22 bis 6 Uhr und im Winterhalbjahr (1.10. – 31.3.) von 21 bis 7 Uhr geschlossen zu halten. Hof-, Keller- und Bodentüren sollten ständig verschlossen sein. Wer nach 21 bzw. 22 Uhr das Haus verlässt oder betritt, ist verpflichtet, die Tür wieder zu schließen.

(2) Dringende Reparaturen in der Wohnung oder in den Gemeinschaftsanlagen an Gas-, Wasser- oder Elektroinstallationen sind umgehend der Geschäftsstelle bzw. nach Geschäftsschluss und samstags, sonn- und feiertags dem zuständigen Notdienst anzuzeigen. Bei Feuer ist zuerst die Feuerwehr zu verständigen. Glühlampen in den Gemeinschaftsanlagen können von den Nutzern selbst gewechselt werden. Ersatzlampen werden von der Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt.

(3) Die Fütterung von Tauben, streunenden Hunden und Katzen in den Gemeinschaftsanlagen ist nicht gestattet. Bei Zuwiderhandlungen haften die Betreffenden für etwaige Schäden.

(4) Offenes Licht im Keller und auf dem Boden ist wegen Brandgefahr nicht gestattet. Explosive und feuergefährliche Stoffe und Gegenstände dürfen weder in der Wohnung noch in den Neben- und Gemeinschaftsräumen aufbewahrt werden.

(5) Haus-, Keller- und Hofeingänge, Treppen und Flure sind als Fluchtwege freizuhalten.

IV. Gemeinschaftsanlagen

(1) Innenhöfe und Grünanlagen dienen der Erholung aller Bewohner. Deshalb ist auch hier besondere Rücksichtnahme untereinander notwendig. Rad/Skateboard/Inliner/Kickboards fahren, Fußball spielen und Zelten sind nicht gestattet. Kinder bis zu 10 Jahren dürfen in den Anlagen spielen; ausgenommen sind Vorgärten, Wäschetrockenplätze, Hauseingänge, Zuwegungen sowie alle bepflanzten Flächen. Die Erziehungsberechtigten müssen im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht dafür sorgen, dass sich ihre Kinder an diese Ordnung halten.

(2) Persönliche Gegenstände dürfen auf längere Dauer nicht in den gemeinschaftlich genutzten Räumen (Treppenhaus, Vorkeller, Hausboden und Versorgungsräume) abgestellt werden; kurzfristig nur mit Zustimmung der Hausgemeinschaft und wenn dadurch keine Fluchtwege verstellt werden. Ausnahmen sind Kinderwagen und Fahrräder in den dafür vorgesehenen Räumen. Schuhe, Schirmständer und anderes gehören in die Wohnung, nicht ins Treppenhaus.
In den Gemeinschaftsräumen darf nicht gespielt werden. Wer Treppenhaus, Hausflur und andere Gemeinschaftsräume übermäßig verunreinigt, muss den Schmutz unverzüglich beseitigen.

(3) Der Energieverbrauch in den Gemeinschaftsanlagen wird auf alle Nutzer des Hauseinganges umgelegt (Umlageschlüssel: m2-Wohnfläche).

(4) Wohnung und Gemeinschaftseinrichtungen müssen pfleglich behandelt werden. Küchenabfälle und andere zerkleinerte Abfälle dürfen weder in die Abflussleitungen noch in die Toilettenbecken geschüttet werden.
Schütten Sie bitte auf keinen Fall Katzen- oder Vogelstreu hinein; auch Küchenabfälle, Papierwindeln, Hygieneartikel jeglicher Art gehören auf keinen Fall in den Abfluss, sondern sind mit dem Hausmüll zu entsorgen.
Für selbstverschuldete Verunreinigungen der Wohnung durch Ungeziefer sind die Nutzungs-berechtigten in vollem Umfang haftbar. Die Wohnungen dürfen nicht in das Treppenhaus entlüftet werden.

(5) Teppiche und Läufer dürfen nur montags bis samstags zwischen 8 und 13 Uhr und zwischen 15 und 20 Uhr an den dafür vorgesehenen Plätzen ausgeklopft werden. Aus Sicherheitsgründen dürfen keine Kinderschaukeln an den Teppichklopfstangen angebracht werden.

(6) Wäsche darf auf Balkonen, Loggien und Terrassen nur dann getrocknet werden, wenn sie von der Straße nicht gesehen werden kann.

(7) Gemeinschaftliche Wasch- und Trockenräume stehen jeder Partei nach Absprache mit der Hausgemeinschaft zur Verfügung. Wäscheleinen sind hier nach Gebrauch abzunehmen.
Die Dachfenster müssen nachts, bei Sturm und böigen Winden, bei Regen und Schnee geschlossen und eingehakt werden, um eine Beschädigung der Bausubstanz zu vermeiden. Im Winterhalbjahr sind Boden- und Kellerfenster dauernd geschlossen zu halten. Geöffnete Treppenhausfenster müssen nach ausreichender Lüftung wieder geschlossen werden.

(8) Blumenkästen und Blumentöpfe auf Balkonen, Loggien und Fensterbänken müssen sachgerecht und sicher angebracht werden.
Bei Reinigungsarbeiten auf Loggien und Balkonen, beim Fensterputzen und beim Blumengießen ist darauf zu achten, dass andere Nutzer nicht belästigt werden und dass das Wasser nicht an der Hauswand hinunterläuft und auf die Loggien bzw. Balkone und an die Fenster der anderen Hausbewohner rinnt.

(9) Das Grillen mit Holzkohle und ähnlichen Brennstoffen im Hause sowie auf den Loggien und Balkonen ist nicht gestattet.

(10) Müllbehälter dienen lediglich zur Aufnahme von üblichen Haushaltsabfällen. Die Vorsortierung der Wert- und Abfallstoffe richtet sich nach der Satzung des Landkreises Leer. Standplätze für Müllsäcke müssen stets sauber hinterlassen werden.

(11) Die Wohnanlagen des Bauverein Leer eG sind an das Kabelnetz der Telekom angeschlossen. Es ist den Wohnungsnutzern nicht gestattet, an den Gebäuden eigene Antennen- oder Satelliten-Empfangsanlagen anzubringen. Anschlussdose und Empfangsgerät dürfen nur mit den dafür vorgeschriebenen Anschlusskabeln verbunden und Zweitfernsehgeräte nur von Fachleuten angeschlossen werden.

(12) Fahrzeuge sind nur auf ausgewiesenen Flächen zu parken. In den Kellerräumen dürfen keine Krafträder abgestellt werden. Es ist nicht erlaubt, Fahrzeuge auf den Wohnungsgrundstücken der Genossenschaft zu reparieren oder zu waschen.

V. Reinigung und Sauberkeit

(1) Die Hausgemeinschaft hat dafür zu sorgen, dass die gemeinschaftlich genutzten Räume ständig sauber gehalten werden. Die Ordnung dafür gibt sie sich selbst. Sie muss von folgenden Anforderungen ausgehen:
a) Treppenhaus einschließlich Türschwellen, Fenster, Fensterbänke und Handläufe des Treppengeländers sind wöchentlich einmal zu reinigen, die Treppenläufe bei starker Verschmutzung des öfteren.

Für die Reinigung des Treppenhauses zwischen Hauseingangs- und Wohnungstür im EG sind die Bewohner der Erdgeschosswohnungen zuständig, für die Etagentreppen und -podeste die der Etagenwohnungen. Die Reihenfolge regeln die Bewohner des jeweiligen Geschosses selbst.

Kellertreppen und Kellergänge (Vorkeller), Dachböden, Wasch- und Trockenräume, Fahrradkeller u.a. Gemeinschaftsräume, der Zugang vom Fußweg (Bürgersteig) zur Haustür (Hauszuwegung) und die Hinterhofeingänge sowie, entsprechend den für die betreffende Straße jeweils gültigen Bestimmungen der Leeraner Stadtreinigungssatzung, auch der Fußweg und die Gosse (Rinnstein), sind im Rahmen der Hauswoche wöchentlich zu reinigen.

b) Monatlich müssen die Fenster in den Kellern und in den Gemeinschaftsräumen, sowie die Glasscheiben der Hauseingangs-, Hof- und Waschküchentüren gereinigt werden.

c) Nach Bedarf sind die Fensterrahmen der Treppenhausfenster, die Hauseingangs- und Hoftüren, die Türen aller Gemeinschaftsräume von innen und außen, die Lichtkuppeln im Treppenhaus, im Hauseingangsbereich und in den Gemeinschaftsräumen zu säubern. Die Wände, Decken und Rohre in den Gemeinschaftsräumen und im Treppenhaus sind stets von Staub und Spinnengeweben freizuhalten.

(2) Die Pflege der zum Hauseingang gehörenden Vorgärten obliegt der Hausgemeinschaft, solange sie nicht im Auftrag des Vorstandes von Fachleuten durchgeführt wird.

(3) Die Beseitigung von Schnee und Eisglätte auf der Hauszuwegung, entsprechend den Bestimmungen der Stadtreinigungssatzung in einigen Straßen auch auf dem Fußweg, obliegt der Hausgemeinschaft. Sie regelt die Abfolge selbst.
Räumen und Streuen müssen bis morgens 8 Uhr und, falls erforderlich, abends bis 20 Uhr erfolgt sein.

(4) Die Wohnungsnutzer sind für die ordnungsgemäße und termingerechte Ausführung der oben genannten Arbeiten entsprechend der von der Hausgemeinschaft vereinbarten Abfolge selbst verantwortlich. Gegebenenfalls können sie auf eigene Rechnung Fremdfirmen beauftragen. Auch dann bleiben die betreffenden Nutzungsberechtigten für die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten verantwortlich.
Kommen Nutzungsberechtigte ihren Verpflichtungen gemäß Abschnitt V. dieser Hausordnung nicht nach, kann der Vorstand auf deren Rechnung Fremdfirmen beauftragen.

(5) Jeder Hausbewohner sollte bei längerer Abwesenheit sicherstellen, dass die Wohnung im Notfall zugänglich ist. Sie muss auch bei Abwesenheit so beheizt werden, dass die Rohrleitungen nicht einfrieren und die Wände nicht auskühlen.

VI. Gasfeuerstätten

(1) Für Gas-Heizthermen, Gas-Kombithermen und Gas-Durchlauferhitzer gelten folgende Wartungsvorschriften:

a) Mietereigene Thermen müssen entsprechend dem Nutzungsumfang mindestens einmal jährlich gereinigt werden, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Die Wartungsarbeiten müssen entsprechend spezieller Vorschriften von einer Fachfirma ausgeführt werden, was auch auf der Grundlage eines Jahres-Wartungsvertrages mit dem Bauverein Leer eG erfolgen kann.

b) Genossenschaftseigene Thermen werden durch die Wohnungsgenossenschaft gewartet:. Die Wartungskosten sind Bestandteil der von den Nutzungsberechtigten zu tragenden Betriebskosten.

(2) Um Frostschäden zu vermeiden, muss die Gasheizung in der kalten Jahreszeit ständig in Betrieb gehalten werden, um ein Mindestraumtemperatur von 15 Grad C zu gewährleisten.

VII. Schlussbestimmungen

(1) Die Bezeichnung von Personen im Text gilt für weibliche und männliche Personen gleichermaßen.

(2) Schäden, die durch Nichteinhaltung der Hausordnung entstehen, trägt der Verursacher.

Leer, 01.01.08
Bauverein Leer eG, 26789 Leer

Der Vorstand


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